Update 2/18




 

Der Freizeitpark Plohn liegt im Osten Deutschlands, genauer gesagt in Sachsen, an der Autobahn A 72 zwischen Plauen und Zwickau. Der 1996 eröffnete und damit vergleichsweise junge Park befindet sich in Privatbesitz und ist somit noch ein richtiges Familienunternehmen. Trotzdem hat sich der Freizeitpark Plohn in den letzten Jahren enorm positiv entwickelt, besonders seit Eröffnung der Holzachterbahn „El Toro“ im Jahr 2009, und mit laufenden Neuheiten und Erweiterungen geht der Park diese Entwicklung auch konsequent weiter. Mit dem Plohni-Dorf entstand seitdem ein komplett neuer und thematisch sehr gelungener Themenbereich in Max & Moritz-Optik nebst Familien-Achterbahn, Karussell und Kinder- Themenfahrt, und ab der Saison 2013 kann der Park zudem mit einer nagelneuen großen Rafting-Anlage im Stil von Asterix & Obelix aufwarten. Insgesamt verbirgt sich hinter dem Namen "Freizeitpark Plohn" ein sehr detailverliebter, gut bis sehr gut thematisierter und vor allem liebevoller Freizeitpark. Neben vielen sehr empfehlenswerten Attraktionen für Kinder kommen in Plohn auch die erwachsenen Besucher nicht zu kurz, was bei einem Freizeitpark dieser Größenordnung nicht immer selbstverständlich ist. Neben einem spaßigen Familien- Freefalltower und einer sehr guten Wildwasserbahn ist es natürlich vor allem die Holzachterbahn "El Toro", welche den Park für die erwachsenen Gäste interessant werden lässt. Auf dem Papier lesen sich die technischen Daten von „El Toro“ nicht besonders spektakulär, doch wie weit Papier und Realität auseinander sein können, zeigt kaum eine Achterbahn so deutlich wie der wilde Stier von Plohn. "El Toro" ist purer Rock'n'Roll, diese Achterbahn ist eine absolute Fahrspaß-Maschine, die sogar weit größere Achterbahnen ziemlich alt aussehen lässt. Der Freizeitpark Plohn bewirbt seine "El Toro" mit dem Slogan "Deutschlands wildeste Holzachterbahn", und diesem Slogan können wir uneingeschränkt zustimmen. Das Schöne dabei ist, dass der wilde Ritt auf "El Toro" zudem noch ausgesprochen komfortabel von statten geht. Doch die Besonderheiten dieses Freizeitparks enden damit nicht, noch lange nicht. So sind z.B. das Plohni-Dorf, die "Holzmichl-Villa" oder die Riesen-Wellenrutsche mit Kletterhaus gestalterische Eigenkreationen des Parks, für die man den Kreativen in Plohn eigentlich schon einen Award für besondere Innovation und Detailliebe verleihen müsste. Grössere Abstriche müssen die Fans von Freizeitpark-Shows in Kauf nehmen: Ab der Saison 2013 gibt es in Plohn keine Live-Shows mehr; die Shows der letzten Jahre (welche qualitativ allerdings nicht im oberen Bereich angesiedelt waren), werden eingestellt. Wir hoffen jedoch, dass sich dies zukünftig wieder ändert. Außerdem verfügt der Freizeitpark Plohn noch über mehrere sehr unterschiedliche, aber nicht minder interessante Übernachtungsmöglichkeiten: Das „Heuhotel“, einige Ferienwohnungen und die märchenhafte Themenpension "Zur alten Brauerei" stehen für die Gäste bereit. Derart thematisierte Übernachtungs-möglichkeiten hat kein anderer Freizeitpark dieser Größe. Umso erstaunlicher ist es, dass diese Unterkünfte zudem kaum Luft zur Kritik lassen, denn sie sind schön thematisiert und verfügen über ein gutes Preis-/Leistungsverhältnis. Die Gastronomie im Park ist in Sachen Qualität generell gut und in Sachen Preis/Leistung sogar sehr gut. Im Park- Restaurant "Forellenhof", welches auch für Gäste geöffnet hat, die den Freizeitpark nicht besuchen, ist die gebotene Qualität der Gastronomie sogar als "sehr gut" einzustufen, ohne sich preislich große Ausrutscher nach oben zu erlauben. Auch das Personal des Parks verrichtet seine Arbeit ohne Fehl und Tadel und die sanitären Anlagen werden, ebenso wie die Attraktionen, durchwegs gut gepflegt und sauber gehalten. Letzteres ist besonders auch deswegen zu bemerken, weil die Personaldichte in Plohn alles andere als hoch ist. Natürlich gibt es in Plohn auch viele kleine Ecken, die noch nicht fertig thematisiert bzw. verkleidet wurden. Auch dass es z.B. in der optisch sehr schönen Pizzeria "El Toro" nur Tiefkühlpizzen gibt, die noch dazu mit einem Plastikbesteck gegessen werden müssen, welches so dünn ist, dass es normalerweise noch als "Folie" durchgehen würde, drückt die Beurteilung etwas nach unten. Außer im Plohni-Dorf und rund um „El Toro“ sind so gut wie alle Wege im Park mit Splitt und Kieseln geschottert, was das Schieben von Kinderwagen zu einer sehr mühseligen Arbeit werden lässt. Dieser Sachverhalt kommt allerdings von einer Vorgabe des Landratsamtes, denn da der Park weitgehend in einem Naturschutzgebiet liegt, müssen die Wege naturbelassen bleiben. Es gibt noch das ein oder andere zu verbessern und fertig zu stellen, aber unsere Kritikpunkte werden jährlich immer weniger und wir verzeihen dem Freizeitpark Plohn auch einige Ausrutscher, da der Park an anderen Stellen mindestens ebenso viele kleine und große Highlights zu bieten hat.